| Der Landseer
Vroni von der Wasserburg - äußerst nett. Wir hatten die Ehre auf der Clubschau in Wittingen 2003.
|
Landseer
sind in Deutschland derzeit mit etwa 3000 Exemplaren eher zu den seltenen Vertretern der Hundewelt zu zählen. Es
ist anzunehmen, dass der Landseer, dessen Ursprungsland mit Neufundland
angegeben wird, dennoch von Hunden der "alten" Welt abstammt.
Baskische Walfänger überwinterten als Erste im nördlichen
Teil Neufundlands. Es ist wahrscheinlich, dass sie
von großen nordspanischen Hunden begleitet wurden, die im Frühjahr häufig
zurückgelassen wurden. Ab Mitte des 17.Jahrhunderts brachten Seeleute wie zum Beispiel später der Steuermann der "Lydia" Paul Pry die ersten Exemplare dieser mächtigen weiß-schwarzen Hunde aus Neufundland mit zurück nach England. Der "Newfoundland Dog" stieg zum Hund des Bürgertums und des Adels auf. Die damalige Beliebtheit der Rasse lässt sich auch durch die zahlreichen, in der ersten Hälfte des 19.Jahrgunderts entstandenen Darstellungen dieser Hunde auf Gemälden belegen. Einer der bekanntesten Tiermaler dieser Zeit, Sir Edwin Landseer, schuf zahlreiche Kunstwerke von diesen edlen Hunden, darunter 1831 auch eines seiner wohl bekanntesten Bilder "A Distinguished Member of the Humane Society". Die Geschichte zu diesem Hund habe ich von der Homepage von Anja Brandenburg-Blanke (ihre HP ist sehr schön und ausgesprochen informativ, unbedingt ´mal ansehen). "Paul
Pry war Steuermann auf der "Lydia". Zweimal zog ihn sein Hund
aus stürmischer See, das erste Mal gerade noch rechtzeitig, das zweite
Mal nicht. Paul Pry
war tot. Seitdem lebte "Paul Pry's Hund" allein im
Hafen. Er lag auf der Kaimauer, wartete, rettete "Schiffbrüchige".
Die britische Lebensrettungsgesellschaft ernannte ihn zum Ehrenmitglied
und sorgte für sein "tägliches Brot". Der Newfoundland Club of America zeigt auf seiner Homepage einen Scan von diesem Gemälde in seiner restaurierten Form. Dazu gibt es Erklärungen zur Entstehung des Bildes. Hier ist der Link dorthin:
Die Darstellungen Sir
Edwin Landseers steigerten die Bekanntheit der Tiere so sehr, dass die
Rasse schließlich nach ihm benannt wurde. In
der zweiten Hälfte des 19.Jahrhunderts kamen die schwarzen Neufundländer
stärker in Mode und die Landseerzucht ging teilweise in der Neufundländerzucht
auf. Erst mit Beginn des letzten Jahrhunderts wurde auf dem europäischen
Festland der Landser wieder rein gezüchtet, weshalb die heute als
Landseer bekannte Rasse oft den Zusatz "ECT" (European
Contintental Type = Kontinental-europäischer Typ) trägt. Seine vielen hochgeschätzten Eigenschaften kann der Landseer nur entfalten, wenn er in engem Kontakt mit seiner Familie lebt. Er ist stets bemüht, seine Zuneigung auf alle Familienmitglieder gleichmäßig zu verteilen. Für Kinder ist er ein Spielgefährte mit einer fast unerschöpflichen Geduld. Auch im Umgang mit Haustieren ist er gutmütig. Das Wichtigste für den Landseer ist ein fester Platz in seiner Familie - er will überall dabei sein und alles mitmachen. Das Schlimmste für einen Landseer ist, von den Aktivitäten seiner Leute ausgeschlossen zu werden. Im Wasser ist der Landseer in seinem Element. Der angeborene Instinkt alles aus dem Wasser zu bergen was sich dort befindet, hat schon vielen Menschen das Leben gerettet. Zwischen seinen Zehen befinden sich Schwimmhäute, er ist ein leidenschaftlicher Schwimmer und ein genialer Wasserrettungshund. Für eine Zwinger- oder Kettenhaltung ist der Landseer überhaupt nicht geeignet. Ideal zur Haltung eines Landseers ist ein Haus mit eingezäuntem Garten, wo sich der Hund frei bewegen kann und er überall Zutritt hat. Bei seinen täglichen Spaziergängen ist er ein aufmerksamer Begleithund, der keinen Jagdtrieb entwickelt. Er ist ein angenehmer und ruhiger Haushund, der nicht ohne Grund bellt. Gäste des Hauses begrüßt er freundlich. Fremden gegenüber verhält er sich wachsam und reserviert.
STANDARD:
LANDSEER, Kontinental-Europäischer
Typ Allgemeine
Erscheinung: Behaarung
und Farbe: Kopf: Augen: Vorderhand: Hinterhand: Pfoten: Rute: Größe:
|